Internationales Komitee der Vierten Internationale
Vom 15. bis 17. Juni 2026 werden sich in Évian [am Südufer des Genfersees] Repräsentant:innen der wichtigsten imperialistischen Mächte versammeln, um ein einziges Ziel zu verteidigen: Erhaltung der kapitalistischen Weltordnung. Die G7 ist nichts anderes als der politische Verwaltungsrat der multinationalen Konzerne, Banken und Rüstungsindustrien.
![]() Foto: Sébastien Colson |
Vor dem Hintergrund einer strukturellen Krise des Kapitalismus versuchen sie, die Positionen der herrschenden Klassen zu sichern, indem sie die Ausbeutung der Arbeiter:innen verstärken, soziale Bewegungen unterdrücken, die Militarisierung der Welt vorantreiben und die neokoloniale Ausbeutung des Globalen Südens verschärfen – mit der Folge, dass sich die Ungleichheit weltweit verschärft und die Klimakatastrophe beschleunigt wird.
Ihr „ökologischer Wandel“ ist Greenwashing im Dienste des Profits. Ihre „Demokratie“ endet dort, wo der Klassenkampf zu hart wird. Ihre „Sicherheit“ bedeutet Polizeigewalt, tödliche Grenzen und die Kriminalisierung von Solidarität.
Kurz vor dem Gipfel bestätigt das von der französischen Regierung verkündete Demonstrationsverbot eines: Angesichts des Widerstands zeigt der bürgerliche Staat sein wahres Gesicht.
Wir erkennen diesem Gipfel keinerlei Legitimität zu. Wir lehnen ihre Gesellschaftsordnung ab.
Am 13. und 14. Juni 2026 wird in Genf und in der Grenzregion in einem breiten gemeinsamen Rahmen ein internationalistischer und antikapitalistischer Gegengipfel stattfinden: Treffen, Strategiedebatten, Aktionen und eine große internationale Demonstration am Sonntag, 14. Juni.
Der 14. Juni, in der Schweiz ein historischer Tag des feministischen Streiks, wird ein Moment der Zusammenführung der Kämpfe sein: von Feminist:innen, radikalen Ökolog:innen, Antirassist:innen, Gewerkschafter:innen und Internationalist:innen. Denn der Kampf gegen das Patriarchat, den Rassismus und die ökologische Zerstörung ist untrennbar mit dem Kampf gegen den Kapitalismus verbunden.
Die Nouveau Parti Anticapitaliste – L’Anticapitaliste und solidaritéS engagieren sich bereits für die Organisation dieser Mobilisierung. Nun gilt es, sie auszuweiten und die notwendigen lokalen und nationalen gemeinsamen Strukturen aufzubauen, um diese Initiative auf breiter Ebene zum Erfolg zu führen.
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Das Internationale Komitee der Vierten Internationale, das vom 21. bis 25. Februar tagt, ruft alle Organisationen der Vierten Internationale – insbesondere in Europa und Nordafrika – dazu auf, sich aktiv als solche zu mobilisieren und sich an den einheitlichen Bündnissen zu beteiligen.
Setzen wir ihrer Welt der Profite, der Ausbeutung und des Krieges die internationalistische Solidarität der Ausgebeuteten und Unterdrückten entgegen. Setzen wir ihrem Gipfel der Mächtigen die Kraft der kämpfenden Völker entgegen.
Kein Frieden mit dem Kapitalismus!
Ihre Krise ist nicht unsere!
Keine Legitimität für die G7!
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Dieser Artikel erschien in der Online-Ausgabe von die internationale Nr. 3/2026 (Mai/Juni 2026) (nur online). | Startseite | Impressum | Datenschutz